«Ich habe nicht damit gerechnet, dass so viele kommen. Der ganze Platz war voll.» Jason Haller gluckst und strahlt, als 42 Töffli vor seinem Elternhaus in Gränichen vorfahren. Die «Töfflibuebe» sind nicht einfach auf Sonntagsfahrt, sie haben eine Mission: Dazu beitragen, dass Jason nicht mehr im Altersheim wohnen muss. Bei seiner Familie kann er zurzeit nicht leben, weil deren Haus nicht rollstuhlgängig ist.

«Einfach überwältigend»

Für einen Umbau fehlte lange das Geld, die Eltern sind auf Spenden angewiesen.  Mit einer Sammelaktion kamen insgesamt schon 80 Prozent des nötigen Betrags zusammen. Auch die Töfflibuebe wollten helfen: 5000 Franken haben sie gesammelt, die in die Kasse für einen rollstuhlgängigen Anbau fliessen. Sie liessen es sich nicht nehmen, Jason persönlich eine Freude zu machen, und fuhren von Beinwil am See über Reinach bis nach Gränichen. Jason und seine Mutter waren sichtlich begeistert, wie im Beitrag des Regionalsenders Tele M1 zu sehen ist. «Es ist einfach überwältigend», so Sandra Haller.

Jason musste in seinem Leben schon einige Schicksalsschläge wegstecken. Sein Leidensweg begann bei seiner Geburt, eine Vene in seinem Gehirn war fehlgebildet. Dem folgte mit 12 Jahren ein schwerer Sturz vom Velo und 2017 die missglückte Operation, die Jasons Querschnitt-Lähmung zur Folge hatte. Seit die Aargauer Zeitung seine Geschichte im Juli publik machte, erlebte die Familie Haller zahlreiche Solidaritätsbekundungen. Und der Tag rückt immer näher, an dem Jason wieder nach hause kann. (agl)