Lenzburg hat seit zwei Jahren den Markus-Roth-Platz, Aarau seit Montag den Oehlerpark. Obwohl sie unterschiedlich heissen («Platz» und «Park») haben sie gleiche Funktionen: Sie sollen das Herz von bahnhofsnahen Neubauquartieren sein. Quartieren, die auf ehemaligen Industriearealen entstanden. Hero in Lenzburg, Aeschbach in Aarau. In der Überbauung «Im Lenz» hat es etwa 500 Wohnungen, im Aeschbach-Quartier gut 250.

Beiden ist gemeinsam, dass die Neubauten nahe beieinander stehen. «In einer relativ dichten Überbauung sind qualitativ hochstehende Aussenräume besonders wichtig», erklärte Mobimo-CEO Christoph Caviezel am Dienstag anlässlich der Übergabe des Oehlerparks an die Stadt Aarau. Sie wird sich künftig um die Pflege der Anlage kümmern – als Kompensation für beispielsweise die Unterschutzstellung der Aeschbach-Halle.

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Der Lenzburger Platz besteht aus einem Betonboden. In seiner Mitte befindet sich eine Art Brunnen, ein moosbewachsenes Kunstwerk des Künstlers Bob Gramsma. Der Platz hat einen einzigen Baum, eine Linde. Und er ist mit einem einzigen Tisch und zwei dazugehörigen Bänken möbliert. Es hat keine Abfallkübel.

Anders der Aarauer Oehlerpark, der in seiner Südostecke auch über einen Spielplatz verfügt. Seine Fläche ist zu grossen Teilen grün – Rasen. Auch er hat einen Brunnen, einen alten, plätschernden. Und statt einem verfügt er etwa über zwanzig Bäume. Es gibt sechs Sitzbänke (Massivholz) und vier Abfallkübel (Typ Hai). Das Aarauer Quartier-Herz ist mit 5000 Quadratmetern zudem etwas grösser – bei halb so vielen umliegenden Wohnungen.

Gewiss: Park und Platz sind nicht das Gleiche. Aber wo ist das schönere Zentrum des Quartiers entstanden? Im «Im Lenz» oder im Aeschbach-Quartier?