Herr Schmid, statt zwei breiten sind nun vier schmalere Hochhäuser geplant. Sind Sie zufrieden damit?

Valentin Schmid: Ja sehr. Das Neumatt-Quartier ist ein Leuchtturmprojekt, das polarisiert, vor allem wegen der Hochhäuser. Ich finde es gut, dass wir diese optimieren konnten. Sie wirken nun viel feiner und filigraner.

Entstehen in den vier Hochhäusern nun mehr als die bisher geplanten 600 Wohnungen?

Bisher sind die 600 immer noch der Richtwert. Was in Spreitenbach fehlt, sind kleinere Wohnungen im mittleren bis höheren Preissegment, was der Gemeinde auch aus steuerlicher Sicht entgegenkommen würde. Mit klein meinen wir übrigens nicht die Fläche, sondern die Zimmeranzahl.

Am Dienstag startete die Ausstellung des angepassten Modells im Zentrumsschopf Spreitenbach. Am Samstag gibt es einen Workshop dazu. Was ist das Ziel des Workshops?

Die jetzige informelle Phase gibt den Menschen die Möglichkeit, sich unkompliziert einzubringen und Vorschläge oder Kritiken anzubringen. Am Workshop in der Boostock-Turnhalle können sie sich über wichtige Themen wie Gestaltung der Freiräume, Wegführung oder Erdgeschossnutzungen äussern. Wir möchten die Ideen der Spreitenbacher abholen: Was wünschen sie sich? Wir können natürlich nicht alle Wünsche umsetzen – ein Schwimmbad zum Beispiel kommt im Moment nicht infrage. Es könnte höchstens dann Thema werden, wenn Spreitenbach irgendwann eine Einwohnerzahl von 14'000 bis 15'000 erreicht hat.