Die grosse Party wenige Wochen nach Semesterstart an der Fachhochschule Nordwestschweiz gilt als Höhepunkt im Studentenjahr. Um die 2000 Gäste – Studenten, Nicht-Studenten und Anwohner – erwarten die Organisatoren jeweils im Campussaal Brugg-Windisch. Am Samstag, 6. Oktober, ist es wieder so weit. «Back to the future» (Zurück in die Zukunft) lautet das Motto des bevorstehenden Grossanlasses.

Zurück – zum Festende wie in den Anfangszeiten – scheint auch das OK zu wollen. Jedenfalls macht es im Internet schon fleissig Werbung und verspricht, das FH-Fest daure von 21 bis 5 Uhr früh am Sonntagmorgen.

Das erstaunt. Denn letztes Jahr sorgte die Party bereits im Vorfeld für Schlagzeilen, weil sich das OK daran störte, dass nach zwei Durchgängen mit Festende 5 Uhr plötzlich bereits um 4 Uhr Schluss sein musste. Befürchtet wurden Umsatzeinbussen und eine Sicherheitslücke, wenn die Gäste vor dem Campus einige Zeit auf die ersten öV-Verbindungen warten müssen. Der Chef der Regionalpolizei (Repol) Brugg sagte damals, man wolle mit einer Fest-Verlängerung kein Präjudiz schaffen. Und ausserdem nehme mit zunehmender Veranstaltungsdauer vielfach der Alkoholkonsum zu, und dies führe dann erfahrungsgemäss zu vermehrten Problemen. Grosse Probleme hatte es letztes Jahr keine gegeben. Die Rede war von ein bis zwei Unruhestiftern.

Hat die Bewilligungsbehörde also ihre Meinung geändert und das FH-Fest jetzt wieder bis 5 Uhr bewilligt? Fehlanzeige. Gemeindeschreiber Stefan Wagner von der zuständigen Gemeinde Windisch sagt auf Nachfrage der «Schweiz am Wochenende»: «Es wird auch dieses Jahr nur eine Bewilligung bis 4 Uhr erteilt.» Die Organisatoren seien angehalten, die Zeit entsprechend anzupassen auf der Homepage. «Es ist uns in Zusammenarbeit mit der Repol wichtig, dass wir kein Präjudiz schaffen. Es gilt, eine klare Linie zu fahren und diese einzuhalten.» Das Sicherheitssystem sei bis 4 Uhr eingespielt und bewährt.

Vom OK des FH-Fests war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.