Mitten in Muri sollen zusätzliche zehn Alterswohnungen entstehen. Die Stiftung Alterswohnheim St. Martin möchte damit ihr bestehendes Wohnangebot von heute 18 Mietwohnungen erweitern. Die Familie Bruno und Paula Mäder haben der Stiftung das Angebot gemacht, ihre Liegenschaft an der Marktstrasse 9 zu erwerben.

«Die Pflege im höheren Bereich ist im Freiamt gut abgedeckt», sagt Geschäftsleiter Josy Villiger. Neue Wohnformen im Alter, konkret Alterswohnungen, sind aber stark nachgefragt. «Die Alterswohnung ermöglicht die Verwirklichung des Wunsches, möglichst lange selbstständig zu bleiben, aber Unterstützung bei Bedarf zu erhalten.» Das sei eine gute Entwicklung, der man mit einem entsprechenden Angebot entgegenkommen wolle. Der zeitliche Rahmen für die Realisierung der neuen Alterswohnungen ist noch offen: «Von uns aus kann es bald losgehen», sagt Villiger. Allerdings steht das ganze Verfahren – Abbruchbewilligung der Liegenschaft Mäder, Baubewilligung – noch bevor.

Heute 18 Wohnungen

Zur Zeit bietet das Alterswohnheim St. Martin 18 Alterswohnungen an, 14 mit zweieinhalb Zimmern und vier mit eineinhalb Zimmern. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon/Gartensitzplatz. Einerseits können die Mieter zwar vom Dienstleistungsangebot des Alterswohnheims Gebrauch machen (Wäsche, Mahlzeiten, Pflege bei kurzzeitiger Krankheit), andererseits aber ihr Leben frei gestalten, wie in jeder anderen Mietwohnung.

Das Angebot von Mäders passe genau zur Vision der Stiftung St. Martin, halten Stiftungsrat und Geschäftsleitung in einer Mitteilung fest. «Das direkt angrenzende Grundstück kommt dem Stiftungszweck des Alterswohnheims entgegen, Menschen im Alter ein würdiges Zuhause bieten zu können.» Die räumliche Nähe der drei Gebäude an zentraler Lage in Muri werde es erlauben, mit einem flexiblen Dienstleistungsangebot den Wünschen der Bewohner gerecht zu werden. Unabhängig von diesem Bauprojekt wird das bestehende Angebot im stationären Bereich mit 52 Einzelzimmern und drei Ferienzimmern weitergeführt, wird weiter festgehalten.

Kompetenzzentrum für das Alter

Stiftungsrat und Geschäftsleitung Alterswohnheim St. Martin hätten angesichts der steigenden Nachfrage nach betreutem Wohnen schon seit längerer Zeit Ausschau nach einer Erweiterung im Rahmen der strategischen Ausrichtung gesucht, bestätigt der Geschäftsleiter. In diese Suche eingeflossen seien die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit dem Projekt Drehscheibe, der verschiedene Alters- und Pflegeinstitutionen im Freiamt angeschlossen sind, und die Absicht des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales, die ambulante Pflege vermehrt zu fördern.

In Abstimmung der beiden Angebote der Pflegi Muri für Menschen mit einer höheren Pflegebedürftigkeit und dem Alterswohnheim St. Martin für Menschen mit leichter bis mittlerer Pflegebedürftigkeit bestehe in Muri ein Kompetenzzentrum für das Alter mit einer umfassenden Angebotsauswahl. «Das von beiden Aufsichtsorganen, dem Vorstand Pflegi Muri und dem Stiftungsrat St. Martin verabschiedete Ziel besteht darin, die Bewohnerinnen und Bewohner in der jeweiligen Lebensphase am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt kompetent pflegen und betreuen zu können.»