Neun Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus oder vier Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser – diese Varianten werden in den Unterlagen zum Gestaltungsplan Widme in Besenbüren aufgezeigt. Das Mitwirkungsverfahren läuft bis 18. September. In einer Gesamtwürdigung spricht die KIP Siedlungsplan AG von einer «qualitätsvollen Ergänzung» des Dorfes.

Die Entwicklung des Gebietes geht auf das Jahr 2011 zurück. Damals erklärten die beiden damaligen Grundeigentümer, es bebauen zu wollen. Es wurden Überbauungsstudien für eine jeweils eigenständige Bebauung, aber gemeinsame Gestaltungsplanung erarbeitet, wie es im Planungsbericht zum jetzigen Gestaltungsplan heisst. Im Rahmen des Variantenstudiums wurde aber klar, dass durch einheitliche Planung auf dem Gebiet, unter Federführung der Fischer Bau AG in Jonen, ein qualitativ besseres Ergebnis erzielt werden kann. So wurde eine gesamthafte bauliche Entwicklung des mit Sondernutzungsplanpflicht belegten Gebietes initiiert.

Vorgaben der Gemeinde

Das Baugebiet umfasst eine Fläche von rund 6700 m2, davon gehören rund 6200 m2 der Fischer Bau AG, Jonen, 469 m2 der Einwohnergemeinde Besenbüren und der Rest drei weiteren Eigentümern. Heute wird die Fläche grösstenteils als Wies- und Weideland genutzt. Darin steht auch eine Scheune zur Unterbringung von landwirtschaftlichen Geräten. Sowohl für die Scheune als auch für die Bäume bestehen keine übergeordneten Schutzinteressen.

Als Vorgaben zur Gestaltungsplanung hatte die Gemeinde die Schaffung von attraktivem Wohnraum mit unterschiedlichem Wohnangebot, eine standortgerechte Gestaltung und Platzierung der Bauten und entsprechende Gestaltung der Wohnumgebung formuliert. Das Projekt soll beispielsweise mit Satteldächern und nicht mit Flachdächern realisiert werden und auch der Strassenraum sei in die Planung miteinzubeziehen.

Charakterstarke Überbauung

In einer Gesamtwürdigung wird festgehalten, dass der Gestaltungsplan die kantonalen Vorgaben erfüllt. Das Richtprojekt mit Bebauungsvariante und dessen Sicherung im Gestaltungsplan ermögliche eine charakterstarke und homogene Überbauung. Die Grundsätze der qualitätsvollen Verdichtung und die Abstimmung auf die bauliche und landschaftliche Umgebung würden erfüllt. «Mit einer differenzierten und hochstehenden Frei- sowie Aussenraumgestaltung und einer modernen Architektur gelingt es, eine hohe Siedlungs- und Wohnqualität zu erzielen und das Dorf qualitätsvoll zu ergänzen.»