Zum ersten Mal treten an den zentralen Berufsmeisterschaften, die am Mittwoch starten, Pferdefachfrauen und Pferdefachmänner an. Darunter auch Freiämterin Romina Galfetti aus Aristau. «Ich schaue dem Wettkampf positiv entgegen», sagt sie. Sie weiss, dass sie an den Meisterschaften einigen Herausforderungen gegenüberstehen wird, nervös wirkt sie aber nicht. Beispielsweise das Berechnen des Futterbedarfs könnte ihr Mühe bereiten. «Für unsere Pferde kann ich das. In der Aufgabe könnte aber das Futter für ein spezielles Pferd gefragt sein.»

Auch der praktische Teil werde sicher interessant. «Ich kenne die Rösser und die Kulissen nicht, zudem sind dort viele Zuschauer.» Aber davon lässt sich Romina nicht aus der Ruhe bringen. «Diese Aufgaben müssen in unserem Alltag auf dem Hof genau so klappen.»

Training im Alltag

Das Training versucht sie, in ihren Alltag einfliessen zu lassen, denn sie hat nicht viel Zeit zum Üben. So stoppt sie beispielsweise bei ihren Arbeiten die Zeit, damit sie weiss, ob sie das am Wettkampf vorgegebene Zeitlimit einhalten kann.

Im Sommer hat Romina die Ausbildung als Pferdefachfrau EFZ abgeschlossen, nun bildet sie sich noch im klassischen Reiten weiter. Selber reitet sie schon seit ungefähr acht Jahren. «Wir hatten schon eine auszubildende Pferdefachfrau, die vor ihrem ersten Arbeitstag noch nie auf einem Pferd gesessen ist. Das macht die Ausbildung sicher schwieriger, aber mit einem starken Willen ist viel zu erreichen.» Romina erzählt auch, dass man für diesen Beruf körperlich fit sein muss und den Kontakt zu Menschen und Tieren schätzen sollte. «Mir gefällt, dass unsere Arbeit sehr abwechslungsreich ist. Kein Tag ist wie der andere. Und natürlich arbeite ich sehr gerne mit den Tieren zusammen.»

Kein ungefährlicher Job

Als Erstausbildung, wie sie es gemacht hat, empfiehlt Romina den Beruf als Pferdefachfrau nicht: «Hat man einen Unfall, wird es schwer in diesem Beruf weiter zu arbeiten.» Die Arbeitenden des Stalls schützen sich zwar immer mit Helm und gutem Schuhwerk, wenn nötig sogar mit einem Rückenpanzer, trotzdem kann es gröbere Verletzungen geben. «Man muss sich des Unfallsrisikos bewusst sein. Für mich war das aber nie ein Grund, um diesen Beruf nicht auszuüben.»

Auch sonst ist Rominas Arbeit kein Zuckerschlecken. «Wir sind bei jedem Wetter draussen, dann wünscht man sich manchmal, im warmen Büro zu sitzen.» Auch fällt es schwer, wenn von einem Tier Abschied genommen werden muss. Für sie überwiegen die positiven Aspekte aber ganz klar.

Neben Romina nehmen elf Freiämter mit unterschiedlichen Berufen an den Swiss Skills teil. Die AZ hat sie gefragt, was ihnen an ihrem Beruf am besten gefällt und was diesen besonders macht: