Ein Lastwagen mit Anhänger fährt am Freitag auf der Nutzenbachstrasse in Richtung Anglikon. Aus der Gegenrichtung kommt Verena Späni, die wie jeden Tag nach Villmergen zur Arbeit will.

Vor der engen SBB-Unterführung hält sie mit ihrem blauen Hyundai an, um dem breiten Fahrzeug den Vortritt zu gewähren.

«Ich habe gesehen, dass der Anhänger wackelt», berichtet die 64-Jährige gegenüber Tele M1. Der Anhänger des Lastwagens passt nicht durch die Unterführung, die geladenen Kranteile berühren die Unterführung,  lösen sich und fallen auf die Strasse. Ein Teil der Ladung touchiert dabei das wartende Auto und beschädigt es im Frontbereich stark.

Späni kann das Auto ohne einen Kratzer durch die Beifahrertür verlassen. «Dann kam auch schon ein Herr auf mich zu, auch der Chauffeur war ausgestiegen.» Trotz des Schreckens geht die Berikerin danach arbeiten, als wäre nichts geschehen. Dem Fahrer des Lastwagens macht sie keinen Vorwurf, im Gegenteil: «Er tut mir leid. Für mich ist es erledigt, ich habe keinen Schaden. Aber als Berufschauffeur ist das bestimmt hart.»

Ihre Zeit sei zum Glück noch nicht gekommen, sagt eine erleichterte Verena Späni. «Ich muss jetzt einfach leben, vorsichtig, aber nicht zu vorsichtig. Dass so etwas passiert, kann man ja nicht voraussehen.» (kob)