Gemeindeammann Roland Polentarutti begrüsste die Besucher am Montagabend gut aufgelegt zum diesjährigen Dottiker Politapéro: «Das Ziel des Abends ist vielleicht der Apéro – er ist ja schon in Sichtweite.» Doch vorher wollten er und seine Gemeinderatskollegen noch etwas aus ihren Ressorts berichten. Aus seinem eigenen etwa, dass die anstehende Nutzungsplanung an die Firma Arcoplan vergeben wurde. Das Planungsbüro aus Ennetbaden hat auch schon andere Gemeinden in der Region bei solchen Projekten beraten. Nun stehe die Gründung einer Planungskommission an. Polentarutti hofft, dass sich Leute finden lassen, die sich darin engagieren möchten.

Stellenausbau notwendig

Ein weiteres wichtiges Projekt sei die Digitalisierung. «Da sind wir noch nicht so weit», räumte er ein. Vordringlich sei die Investition von gut 100 000 Franken in eine Geschäftsverwaltungssoftware, wie sie in vielen anderen Gemeinden bereits an der Tagesordnung sei. An der Winter-Gemeindeversammlung soll der Kreditantrag gestellt werden. Für administrative Arbeiten in der Gemeindekanzlei soll eine 50 %-Stelle geschaffen werden und eine weitere zu 40 % im Bereich Finanzen.

Franz Lötscher teilte aus seinem Ressort mit, dass sich der Kindergartenbau im Zeitplan befinde. Auch das ICT-Projekt (Information and Communication Technology) für die Primar- und die Kreisschule am Maiengrün laufe gut. Die Hauptarbeit, also die Verkabelung, sei für den nächsten Sommer in Vorbereitung.

Für die Videoüberwachung des Risi-Geländes wurde ein Reglement erarbeitet, gemäss Datenschutzbestimmungen des Kantons. Einige Bereiche müssen noch angepasst werden. Lötscher dazu: «Wir hoffen, dass wir es noch dieses Jahr umsetzen können.» Weiter ging es mit dem Ressort von Marcel Fischer und der Aufwertung der Dorfränder. «Dafür sollen 80 Bäume gesetzt werden», führte Fischer aus. Am 27. Oktober soll die Bepflanzung stattfinden.

Der heisse Sommer kam auch noch zur Sprache. Der Gemeinderat erinnerte daran, dass den Bürgern ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser angeraten wurde. «Die meisten haben das auch gemacht», bestätigte Fischer. Die Wasserversorgung sei sichergestellt, da auch von der Gemeinde Wohlen, im Bedarfsfall, bezogen werden könne. Um Wasserverluste wegen defekter Leitungen frühzeitig feststellen zu können, überlegt die Gemeinde, auf Schallwellen-Technik zu setzen. «Unser Brunnenmeister rät uns dazu», informierte Marcel Fischer die Zuhörer. Auch wenn die Anschaffung mit 100 000 Franken nicht so günstig sei, lohne sie sich langfristig gesehen definitiv. An der Winter-Gemeinde solle dafür ein Antrag gestellt werden.

Altersheim bleibt bestehen

«Bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsbereich haben wir hohe Erfolgswerte», stellte Heidi Hegglin für das Ressort Soziales fest. Der Vertrag mit dem Projekt «Go to Work» wurde nicht verlängert. Die Gemeinde arbeitet neu mit der Agentur Sichtwechsel und deren Job-Coach Herling Rodriguez zusammen. Entschieden trat Hegglin Gerüchten entgegen, wonach das Alterswohnheim im Ort geschlossen werden soll. Ein Ehepaar, mit Erfahrungen in diesem Bereich, habe sich für die Heimführung beworben. «Zudem hat auch die Senevita grosses Interesse, die Einrichtung für längere Zeit zu führen.» Eine Studie der FHNW befasst sich aktuell mit der Thematik. Die Gemeinde werde die Bewerbungen prüfen.

Abschliessend berichtete Patrick Keller, wie es um die Dottiker Finanzen bestellt ist. Da für 2018 weniger Ausgaben anstehen, sehe das Budget positiv aus. Im nächsten Jahr sei das etwas anders. Neue Stellen in der Verwaltung, die geplanten Bauvorhaben und der Wegfall der Aufwertungsreserve für das kommende Jahr werden sich in der Buchhaltung abzeichnen.