Die Flammen schlagen aus einem Rohr auf dem metallenen Rost hoch in den Himmel, aber mit Unterstützung eines Feuerwehrmannes trauen sich die Kinder, mit dem Schlauch Wasser auf die Vorführanlage zu spritzen und das Feuer zu löschen.

Die Anlage stellt die Feuerwehr Bad Zurzach-Rietheim den Kameraden von der Feuerwehr Oberes Fricktal für ihren Feuerwehrtag in Hornussen zur Verfügung. Hanspeter Gross von der Zurzacher Wehr bedient die Anlage, während die begeisterten Kinder sich beim Löschen abwechseln. Die wagemutigen Kids wollen meist mehr als einmal mitmachen.

Festgeschnallte Masken

Interessiert klettern die kleineren Kinder in die Fahrzeuge der Feuerwehr Oberes Fricktal mit den Verbandsgemeinden Bözen, Elfingen, Effingen, Hornussen und Zeihen. Sanitäter stellen ihre Aufgaben vor, Kameraden informieren über die Fahrzeuge und die Ausrüstung. Feuerwehrmann Andi Schär präsentiert die neuen, tragbaren Atemlufttanks mit Masken. Die Masken müssen am Kopf festgeschnallt werden, da im Inneren ein Überdruck herrscht, damit keine Flammen eindringen können, erklärt er. Die Luft reicht für einen zwanzigminütigen Einsatz. Die Masken wollen die Kinder natürlich auch einmal anziehen.

Auch die Sanitäter stellten ihre Aufgabe vor.

«Die Besucher können auch die Löschdecke oder den Feuerlöscher ausprobieren», sagt Kommandant Marco Bürgi. Es gibt Vorführungen eines Gasbrandes, den aber die Kameraden und nicht die Besucher bekämpfen. Ein echter Publikumsmagnet ist der Rega-Helikopter, wo sich die Besucher mit ihren Fragen um Pilot und Notarzt drängen. Für den Feuerwehrtag hatten sie den Helikopter schon früh angefragt, erzählt Bürgi. Für den Ernstfall ist der Helikopter aber einsatzbereit. «Wenn etwas ist, müssen sie in zehn Minuten weg sein», erklärt Bürgi.

Feuerwehrverein ist eingespannt

Die Mitglieder des Feuerwehrvereins Hornussen kümmern sich derweil um den reibungslosen Festablauf, ob am Grill oder bei der Aufsicht über die Spielangebote für die Kinder. Vereinspräsident Pius Herzog erklärt, dass fast alle 48 Mitglieder eingespannt sind und die «Feuerwehrfrauen» eine Kuchentheke betreiben.

Besonders freut es Herzog, dass die Besucher nicht nur aus den Verbandsgemeinden, sondern auch aus Frick, Gipf-Oberfrick und anderen Orten gekommen waren. «Für mich ist unsere alte Spritze das Highlight», meint Herzog. Für die Besucher gibt es auch Vorführungen der historischen Handdruckspritze von 1898.

Kinder halfen beim Löschen.

Der Helikopter als Highlight

Ein Bub sitzt hinter dem Lenkrad des Tanklöschfahrzeugs. Das Highlight sei aber der Rega-Helikopter, meint der Familienvater aus Zeihen. Besonders für Kinder wird viel Abwechslung geboten mit Vorführungen und Spielangeboten, bei denen oftmals mit Wasser gespritzt werden darf. Eine Frau aus Bözen erklärt, dass ihr Ehemann in der Feuerwehr aktiv ist und so die Kinder sehen können, was der Vater macht, wenn er weg muss. Besonders der Rega-Helikopter kam bei ihren Kindern gut an. Sie verweist auf ihr im Kinderwagen schlafendes jüngstes Kind und sagt: «Jetzt ist er fertig.»