«Wir sehen das Licht am Ende des Tunnels», sagt Andreas Drohomirecki, Projektleiter beim Kanton. «Uns fällt ein Stein vom Herzen», sagt Severin Isler, Gemeindeschreiber von Hellikon. Grund der Erleichterung: Die Kantonsstrasse 494, die Hauptstrasse durch Hellikon, kann ab dem kommenden Jahr saniert werden.

Endlich, ist man versucht zu sagen. Denn über einen entsprechenden Kredit – einen anteilsmässigen Beitrag in der Höhe von fast 750'000 Franken – stimmte die Helliker Gemeindeversammlung schon im Sommer 2013 ab. Der Kanton sollte sich mit gut 1,3 Millionen Franken beteiligen. Danach folgte innerhalb eines Monats die öffentliche Auflage des Projekts. Gerechnet hatte man mit einem Baustart 2015. Daraus wurde aber nichts.

Baustart im nächsten Frühling

Einsprachen und Beschwerden seitens Anwohner verzögerten den Baustart. Erst in diesem Jahr folgte das Landerwerbsverfahren. «Dieses ist abgeschlossen. Derzeit sind wir daran, das Ausführungsprojekt und die Ausschreibung für die Bauarbeiten vorzubereiten», sagt Drohomirecki und fügt angesichts der langen Vorgeschichte an: «Das ist ein grosser Schritt.» Der momentane Zeitplan sehe vor, dass die Ausschreibung im November gestartet wird. «Nach Auswertung der eingegangenen Offerten ist ein Baustart im zweiten Quartal 2019 realistisch», sagt Drohomirecki.

Beim Bauprojekt geht es primär darum, den maroden Strassenbelag zu ersetzen. Besondere Beachtung werde dabei dem Ortsbildschutz geschenkt, sagt Drohomirecki. Zudem wird in Fahrtrichtung Möhlin auf der rechten Strassenseite ein Gehweg für Fussgänger erstellt. Die beiden Bushaltestellen am Dorfeingang – «Hellikon Unterdorf» – werden neu gestaltet. In Fahrtrichtung Hellikon wird eine Ausstellbucht erstellt, in Fahrtrichtung Möhlin gibt es eine Fahrbahnhaltestelle. «Diese Umgestaltung soll dafür sorgen, dass die Haltestelle künftig optisch als Einfahrtspforte ins Dorf wahrgenommen wird», so Drohomirecki.

Die Gemeinde plant daneben eine Sanierung der im Bereich der Hauptstrasse verlaufenden Wasser- und Werkleitungen. Diese ist dringend nötig: Wasserleitungsbrüche und andere Schäden haben die Gemeinde in den letzten Jahren Tausende Franken gekostet. «Wir sind deshalb froh, geht es nun los», sagt Severin Isler.

Rund 14 Monate Bauzeit

Der Kanton rechnet derzeit mit einer Bauzeit von rund 14 Monaten. Somit wäre die Sanierung voraussichtlich Ende September 2020 abgeschlossen. Während der Bauzeit werde der Verkehr einspurig geführt und mit einer Lichtsignalanlage gesteuert, sagt Drohomirecki. «Ob und inwiefern die Verzögerung einen Einfluss auf die Kosten hat, wird sich erst nach Eingang der Offerten zeigen», sagt er weiter. «Wir gehen aber davon aus, dass die ursprünglich vorgesehenen Kosten eingehalten werden können.»