Seit letzter Woche müssen sich die Autofahrer an der Neuhof-Kreuzung gedulden. Die Hendschikerstrasse ist gesperrt, der Verkehr ins Freiamt und ins Bünztal wird über eine Umleitung geführt. Grund dafür ist die Baustelle am A1-Zubringer, wo nun mit dem Herzstück, dem Tunnel, begonnen wird.

Mauer steht auf Privatgrund

Und schon bald erschwert noch ein zusätzliches Hindernis die Fahrt in die Stadt hinein: Der Kanton baut eine neue Lärmschutzwand an der Hendschikerstrasse. Dabei wird eine bestehende Lärmschutzwand ersetzt, sie befindet sich auf der Höhe der Bushaltestelle vis-à-vis der Berufsschule. Die Mauer befindet sich etwas erhöht und ist aus rotem Klinkerstein. «Sie genügt den Anforderungen einer Lärmschutzmauer nicht mehr», sagt Michael Erhard, zuständiger Projektleiter beim Kanton. «Mehrere Steine sind herausgebrochen, die Mauer muss aus Altersgründen saniert werden.» Die Mauer steht auf Privatgrund und wurde auch von den Eigentümern des Grundstücks erstellt. Da sie jedoch an einer Kantonsstrasse steht, hat der Kanton beschlossen, die Sanierung und den Unterhalt zu übernehmen, sagt Erhard.

Die 90 Meter lange Mauer bekommt ein neues Äusseres. Die Lärmschutzelemente bestehen aus Steinkörben, doch die Steine allein bieten keinen Schutz vor dem Lärm. «In den Steinkörben befinden sich spezielle Lärmschutzelemente», sagt Erhard. Auch zwischen den einzelnen Körben werden Abdichtungen eingefügt. Die neue Mauer wird eine Höhe von 2 bis 3,6 Metern haben, im Sommer wird sie wie die bereits bestehende Mauer von Pflanzen umgarnt werden. Für den Bau der neuen Mauer müssen gemäss Erhard zwei bis drei Bäume weichen.

Vier Tage Verkehrsdienst

Die Arbeiten beginnen am 14. September und dauern gemäss dem Departement für Bau, Verkehr und Umwelt bis Ende Oktober 2018. Erhard rechnet nicht mit grossen Einschränkungen für den Verkehr. «Ausser, wenn die Steinkörbe eingesetzt werden. Dann wird der Verkehr für zirka vier Tage einspurig geführt und von einem Verkehrsdienst geregelt.» Doch es werde nicht zu einer Vollsperrung kommen. «Die meisten Arbeiten können von der Siedlungsseite durchgeführt werden», sagt Erhard. Die Bushaltestelle, an der noch der Bus 391 an die Berufsschule hält – die Linie 393 fährt über die Othmarsingerstrasse –, wird während der Arbeiten vorverlegt. Der Zugang zu den Häusern bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet.