Die Kinderspitäler in Kambodscha sind das Lebenswerk von Beat Richner. Weil der Kinderarzt nun selber erkrankt ist, muss er die Leitung abgeben.

Doch die Kanta-Bopha-Spitäler sind weiterhin in guten Händen. An die Stelle des 70-jährigen Beat Richner, der als musizierender Kinderarzt «Beatocello» Berühmtheit erlangte und so Spenden sammelte, tritt vorübergehend Peter Studer, der Vizepräsident der Kantha-Bopha-Stifung.

Der pensionierte Kinderarzt aus Reinach AG hat die Kantha-Bopha-Spitäler in den letzten Jahren gemeinsam mit Beat Richner auf- und ausgebaut. Inzwischen gehören fünf Spitäler zu der Gruppe. Seit 1992 wurden dort über 12 Millionen Kinder behandelt.

Peter Studer ist am Sonntag aus Kambodscha in die Schweiz gereist. Es sei schwierig, seinen guten Freund in dieser Situation zu sehen, betont er gegenüber Tele M1. Beat Richner hinterlasse eine grosse Lücke. 

Er habe die kambodschanische Regierung über den Gesundheitszustand von Beat Richner informiert und auch mit dem Personal darüber gesprochen. Rund 2500 Personen arbeiten für die Kantha-Bopha-Spitäler. Keine leichte Aufgabe: «Wenn man von Beat erzählt, fliessen fast überall die Tränen», erzählt Studer. Die Betroffenheit sei sehr gross.

Woran Beat Richner leidet, verrät der Aargauer Arzt nicht. Sein Gesundheitszustand bereitete ihm aber seit längerem Sorgen, weshalb er Richner in Abklärung mit dessen Familie zur Untersuchung in die Schweiz schickte. 

«Beatocellos Schirm»: Trailer zum Film aus dem Jahr 2012.

Gachot Films (2012)

Finanzierung gesichert

Beat Richner ist die Stimme und das Gesicht der Stiftung. Sein Aufall wird auch finanzielle Folgen haben. Doch Richner hat vorgesorgt: «Vor drei Jahren erklärte er dem Gesundheitsminsiter, dass er mit 70 nicht mehr mit dem Cello Spendengelder sammeln könne», sagt Studer. «Es war als hätte er eine Vorahnung gehabt.»

Die kambodschanische Regierung ist sich der Bedeutung der Spitäler im armen südostasiatischen Land bewusst. Seit vergangenem Jahr unterstützt sie diese deshalb mit sechs Millionen Franken. Dank diesem Beitrag und den Spendengeldern ist die Finanzierung der Kinderspitäler zumindest für die kommenden zwei Jahre gesichert. (cze)

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