Tempo Teufel! Dass das verjüngte Team von Trainer Björn Navarin ein dynamischeres Spiel pflegen würde, war zu erwarten. Wie das aber aussieht, wenn alle Zahnräder ineinandergreifen, ist schon beeindruckend. 

Steffisburg, ebenfalls mit einer jungen Mannschaft angetreten, hielt nach Leibeskräften dagegen, hatte der Badener Qualität in Offensive und Defensive aber insgesamt wenig entgegenzusetzen.

Nach fünf Minuten 3:1, nochmal fünf Minuten später 7:2 und nach einer Viertelstunde 9:4 – das dynamische, kompromisslose Spiel von Städtli 1 überforderte nicht nur den Gegner, sondern stellte auch die Offiziellen immer wieder vor Probleme, der ungleichen Begegnung eine angemessene Messlatte anzulegen: Was in der intensiven aber keineswegs unfairen Partie zu nicht weniger als 8 Zeitstrafen und 6 Siebenmetern gegen Städtli führte und deren 6 respektive 4 gegen Steffisburg.

Regelrecht entfesselt

16:12 zur Pause. Das Gastteam skorte gleich im ersten Angriff, schöpfte Hoffnung – und ging in der Folge völlig unter. Marco Wyss (14/28 => 50%) im Badener Tor knüpfte an die bärenstarke Leistung der ersten Halbzeit an, und auch die Badener vor der Linie liessen sich nicht lange bitten: 14 Minuten dauerte es, bis Steffisburg den dritten Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte. Städtli 1 hatte sich da bereits 10 Tore gutschreiben lassen und liess es in der Folge eine Spur ruhiger angehen.

36:23 zum Schlusspfiff. Zeit für ein erstes Fazit zum neuen Badener Fanionteam: Im Vergleich zur schon äusserst erfolgreichen letzten Saison wirkt Städtli 1 2018/2019 am Samstag in der Aue regelrecht entfesselt.

Die beeindruckende Defensive wird noch getoppt vom ballsicheren, variantenreichen Angriff, in dem am Samstag Philipp Wildi (7/8), Pascal Bühler (7/10) und Ilan Baumann (7/11) speziell herausstachen. Erfreulich auch das Comeback von Francesco Biffiger (4/7).

Nach dem 25:25-Startruckler gegen Birsfelden scheint der Städtli-Schnellzug nun so richtig Fahrt aufgenommen zu haben. Man darf gespannt sein, ob sich auch routiniertere Gegner davon so einfach überfahren lassen.