Man war sich bewusst, dass Punkte gegen den Aufstiegsfavoriten Endingen schwierig zu holen sind. Nichtsdestotrotz konnte man bereits vergangene Woche beim Punktgewinn gegen Baden unter Beweis stellen, dass sich die Hafenstädter in der Rolle des Underdogs durchaus wohl fühlen.

Leider konnte man den Favoriten schlussendlich zu wenig unter Druck setzen. Vor allem der Auftritt der Mannschaft in der ersten Hälfte liess zu wünschen übrig. Im Angriff schlichen sich zahlreiche Unsicherheiten und Fehler ein. Mit der offensiv interpretierten 5:1 Deckung konnte man zwar den Spielfluss Endingens etwas bremsen, doch die Lücken wurden immer wieder geschickt von den gegnerischen Kreisläufern ausgenutzt.

Dementsprechend mager fiel die Ausbeute vorne mit nur zehn Toren aus und gleichzeitig kassierte man hinten deren 15. Es war klar, dass für die zweite Hälfte eine deutliche Steigerung nötig war, um die Hoffnung auf Punkte aufrecht erhalten zu können.

Zu wenig für den Sieg

Im zweiten Durchgang stand eine wesentlich konzentriertere Mannschaft auf dem Platz. In der Deckung stellte man auf ein 4:2 System um. Dadurch konnten einige Ballgewinne erzielt und Gegenstösse lanciert werden. Eine Waffe Endingens hatte man jedoch nie richtig im Griff: das Spiel über den Kreis brachte die Deckung ein ums andere Mal in Bedrängnis. Im Angriff drehte vor allem der Mittelmann der Hafenstädter, Timon Mikula, auf, der zum Schluss verdient zum besten Spieler der Mannschaft gekürt wurde.

Insgesamt bot man allerdings zu wenig, um die sehr solid auftretenden Endinger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Immerhin konnte man in Durchgang zwei dem Gegner mehr Paroli bieten und so blieb der 5-Tore-Rückstand aus der Pause am Ende beim Spielstand von 30:25 bestehen.

Auch wenn eine Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten kein Weltuntergang ist, schmerzt der Gedanke, dass mit einem konsequenteren Auftritt in der ersten Hälfte mehr möglich gewesen wäre. Nun gilt es, den Fokus komplett auf das nächste Spiel zuhause gegen Emmen zu richten und hoffentlich den ersten Saisonsieg einfahren zu können.