Der Garten hat in den letzten Jahren massiv an Bedeu­tung gewonnen. Das hat einerseits damit zu tun, dass das vertraute und beschau­liche Zuhause zum Gegenpol von Globalisierung und Digitalisierung geworden ist. Anderseits hat das re­kordtiefe Zinsniveau dazu geführt, dass die Menschen ihr Geld lieber in eine individuelle Gartengestaltung investieren, statt es auf dem unver­zinsten Sparkonto versauern zu las­sen.» Christoph Wyder weiss, wovon er spricht. Seit 25 Jahren führt der diplomierte Landschaftsarchitekt die gleichnamige Gartenbaufirma in Oberentfelden.

Bevor man beim Thema «Gartenbe­leuchtung» an laue Sommerabende und rauschende Sommernachtsfes­te denke, müsse man sich aber über etwas ganz anderes Gedanken ma­chen, so Wyder: über die Sicherheit. Denn: «Nicht nur der Weg zur Haus­eingangstür muss trittsicher ausge­leuchtet sein. Auch in den Keller, das Gartenhaus oder zur Garage muss man am Abend oder in der Nacht problemlos und sicher gelangen.» Beliebt sind für diesen Zweck niedri­ge Sockelleuchten oder Spots sowie Orientierungs- oder Markierungsstrahler, die direkt in Treppenstufen oder Wege eingelassen sind.

Sicherheit bedeutet aber auch Schutz vor Einbrechern. Die beste Sicherung ist ein mit Bewegungs­meldern ausgestattetes Anwesen mit Wandleuchten am Haus und an der Terrasse, Sockel- und Pollerleuchten für Wege und Treppen sowie mit fle­xiblen Strahlern, die man je nach Jah­reszeit individuell platzieren kann. Gut zu wissen: Damit das Licht seine volle Wirkung entfalten kann, sollte es immer vom Haus weg gerichtet sein.

Feuer als natürliche Gartenbeleuchtung

Sind die Sicherheitspunkte abge­hakt, können sich Gartenfreunde endlich mit der dekorativen Gestal­tung ihres Gartens befassen. Wy­der: «Sehr schön wirkt ein sorgfältig kombiniertes Zusammenspiel von Hell und Dunkel.» Um dem Garten eine künstlerische Note zu verlei­hen, strahlt man besonders interes­sant geformte Bäume, Büsche oder Skulpturen an. Zusätzliche Akzente setzt man, indem man Scheinwerfer in unterschiedlichen Entfernungen zu den angestrahlten Objekten und in unterschiedlichen Höhen plat­ziert. Mit Scheinwerfen, die direkt in den Boden eingelassen sind, entsteht eine besonders magische Stimmung. Wyder: «Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass auch bei der Beleuchtung des Gartens weniger mehr ist. Lieber zwei, drei Stellen im Garten punktuell beleuchten, statt den ganzen Garten in eine schwüls­tige Dauerbeleuchtung zu tauchen.»

Die richtigen Lichtquellen

Prinzipiell dürfen im Aussenbe­reich sämtliche Lampen verwendet werden, die als Aussenleuchten gekennzeichnet sind. «In der Pra­xis haben sich LED-Leuchten und -Spots praktisch komplett durch­gesetzt», sagt Christoph Wyder. «Sie sind langlebig, brauchen wenig Energie und eignen sich perfekt für die Inszenierung des Gartens.» Alternativen sind kabelgebundene Stecklampen oder Solarleuchten. Aber: Billige Solarleuchten reichen für die Beleuchtung nicht aus, gute Solarlösungen mit der notwendi­gen Leistung wiederum sind ent­sprechend teurer.