In unserer globalisierten Zeit muss die Wirtschaft noch innovativer und schneller sein als früher, um die Nase vorn zu behalten.

Dafür muss auch der Staat investieren. Das tut der Aargau mit dem Fachhochschulcampus in Brugg-Windisch, dem frisch gegründeten Park innovAARE in Villigen sowie dem rund zwei Jahre jungen Hightech Zentrum Aargau in Brugg.

Letzteres soll gerade Firmen mit Beratung und Vermittlung helfen. Nun schaffen Firmen wie ABB oder Pharma-Multi den Sprung in die Zukunft gewiss ohne staatliche Hilfe.

Ihnen genügen gute Rahmenbedingungen. Doch für viele kleine und mittlere Firmen kann das Berater-Know-how eines Hightech-Zentrums wirklich von Nutzen sein. 

Namhafte bürgerliche Politiker hinterfragen jetzt die bisherige Leistung dieses Zentrums, verlangen eine Halbierung seiner Gelder, viel mehr selbst erwirtschaftete Mittel und ein klares Reporting. Ein kritisches Durchleuchten des bisherigen Tuns und bohrende Fragen gehören selbstverständlich dazu, wenn es um einen neuen Verpflichtungskredit geht. Auch und ganz besonders Fragen wie die, ob Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Erst recht dann, wenn die Mittel des Kantons knapp werden. 

Allerdings kann man nicht allein aufgrund eines kritisches Positionspapiers entscheiden. Für ein umfassendes Bild bedarf es zusätzlich der Regierungsvorlage von kommender Woche. Beides zusammen ermöglicht eine vertiefte Debatte. Dann erst kann man entscheiden, ob die junge Pflanze namens HightechZentrum mehr Mittel selbst erwirtschaften muss, ob sie künftig so viel Geld wie bisher braucht und bekommt, um eine kritische Grösse nicht zu unterschreiten und der Wirtschaft möglichst viel zu nützen, oder ob es mit weniger geht.