Der FC Vaduz hat am Mittwoch Trainer Roland Vrabec entlassen. Sieben Punkte und Platz 8 waren dem liechtensteinischen Ligakonkurrenten des FC Aarau nicht genug. Der Trainer musste weg. Wie Vaduz wollte auch der FCA in dieser Saison in den oberen Tabellengefilden mitwirken. Die Ausgangslage der beiden ehemaligen Super-League-Klubs war ähnlich. Doch anders als im Fürstentum darf der punkt- und sieglose FCA-Trainer Patrick Rahmen im Brügglifeld weiter das Training leiten.

Am Donnerstag standen gleich zwei Einheiten auf dem Programm. FCA-Esatzcaptain Elsad Zverotic stärkt seinem Trainer zwischen den beiden Trainings den Rücken: «Ich denke das Trainerteam macht einen sehr guten Job und arbeitet gut mit den Jungen. Wir trainieren sehr gut und haben auch ein paar gute Spiele gespielt, die eigentlich für uns laufen müssten. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Trainerstaff in die positive Bahn kommen.»

Burki hätte lieber kein freies Wochenende

Anders als Sportchef Sandro Burki, der sein Team am Wochenende gerne hätte spielen sehen, um endlich die ersten Punkte einzufahren, ist Zverotic froh über die Pause. «Vielleicht ist es gut, mal runterzufahren. So können wir für die nächsten Spiele, in denen es um sehr viel geht, neue Kräfte tanken. Wir wollen endlich anfangen, wieder zu gewinnen.»

Nach dem Sieg im Test gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg steht am kommenden Dienstag ein weiteres Testspiel gegen GC auf dem Programm. «Wir können uns in vielen Details verbessern, dafür sind die Freundschaftsspiele hilfreich. Das erste Testspiel haben wir gewonnen. Das gibt auch wieder ein wenig Selbstvertrauen und tut gut», sagt Zverotic.

Mit seiner Erfahrung will der Ersatz-Captain mithelfen, die Wende zu schaffen: «Ich probiere positiv zu bleiben. Das muss man auch in unserer Situation. Wir schaffen es nur zusammen. Ich bin immer noch überzeugt, dass wir zusammen den Turnaround schaffen. Sonst würde ich nicht mehr ins Brügglifeld kommen. Obwohl es momentan nicht gut aussieht, bin ich positiv gestimmt.»

«Die Erwartungshaltung war zu gross»

Für die nächsten Ernstkämpfe am Sonntag, 16. September, im Cup gegen Xamax und dann in der Liga auswärts in Lausanne hofft Zverotic auf den Bonus des Abgeschlagenen. «Viele Leute erwarten nichts mehr von uns. Das kann ein Pluspunkt sein. Die Erwartungshaltung war vielleicht für einige von uns zu gross. Wir hatten Probleme, damit umzugehen.»

Doch der Ersatz-Captain weiss auch, dass die Spieler jetzt in der Pflicht stehen: «Wir müssen jetzt einfach noch mehr machen und detailliert arbeiten, um aus dieser Krise rauszukommen.»