Die Gewerkschaft Syndicom zeigt sich wenig überrascht über den Entscheid der Weko, den Zusammenschluss der AZ Medien mit den NZZ Regionalmedien zu genehmigen. Sie fordert nun ein Bekenntnis zum Erhalt der Stellen und zur Medienvielfalt.

Der Entscheid sei leider erwartbar gewesen, sagte Syndicom-Vizepräsidentin Stephanie Vonarburg am Donnerstag auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA. Die Wettbewerbskommission (Weko) betrachte Fusionen rein wirtschaftlich und verzichte darauf, medienpolitische Aspekte zu prüfen, obwohl die Behörde selbst Bedenken habe.

Nach Ansicht von Vonarburg braucht es nun ein Bekenntnis vom fusionierten Unternehmen CH Media, dass es zu keinen Entlassungen kommt und der Stellenetat weitestgehend beibehalten wird. AZ-Verleger Peter Wanner, der gleichzeitig Vizepräsident des Verlegerverbandes ist, müsse die Verhandlungen um einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Branche vorantreiben.

Sorgen macht sich die Syndicom-Vizepräsidentin Vonarburg auch über die Medienvielfalt. Sie fordert, dass zumindest die interne Meinungsvielfalt zugelassen und gepflegt werde.